Jakob Kirchheim

Der erste Linolfilm entstand 1987 im letzten Jahr meines Malereistudiums an der HdK Berlin.
Ich experimentierte damals viel mit Super-8-Film, wollte meine gemalten Bilder mit Realaufnahmen und geschriebenen Zwischentiteln zu Kurzfilmen verbinden. Zur gleichen Zeit entdeckte ich das Medium Linolschnitt und entwickelte einige Techniken, die dann auch beim Linolfilm zum Einsatz kamen: das weitere Ausschneiden oder Auseinanderschneiden der Druckplatten, nachdem eine Reihe von Abzügen gedruckt waren, das mehrfache Überdrucken und die Modifizierung der Drucke durch Übermalung. Die einfache Idee dabei ist, dass es innerhalb der Serien Konstanten gibt und Bildteile, die sich verändern, ein Grundprinzip des Animationsfilms.

Die Kombination von Bild und Schrift spielte von Anfang an eine wichtige Rolle, wobei der Schrift ein Großteil der erzählerischen Dimension zukommt. Gleichzeitig war sie immer auch Schriftbild.

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