Juliane Ebner

Das Glück des Niedergangs der Gesellschaftsordnung, in die ich hinein geboren wurde, das ist eine großartige und absolut prägende Erfahrung für mich, die seit 1989 ihren Zauber und ihre Kraft nicht verliert.
Das Besondere für unsere Generation ist doch, dass wir mit unseren Biografien im Fokus der Weltgeschichte waren und vor 25 Jahren etwas sehr Radikales auf vergleichsweise angenehme Weise erlebten, ein Weltgeschehen, das bei Umbrüchen ja durchaus zerstörerisch verlaufen kann.
Und darum geht es mir letztlich in meiner Trilogie „Klack“ zur Neueren Deutschen Geschichte. Da erzähle ich von meiner Kindheit und Jugend und unversehens handelt es sich um die Geschichte unseres Landes. „Knallerbsenbusch“, den ich 2012 machte, handelt von Kindheit in der Diktatur, „Alles Offen“ von der bedeutenden Phase, dem Moment vor dem Mauerfall, der diesen herbeiführte.

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