Volker Saul

Lines Fiction: Deine Zeichnungen oszillieren zwischen amorphen organischen Gestalten und geometrischen Formen, nicht nur auf Papier sondern auch direkt auf der Wand in großen Installationen. Wo siehst du deine Einflüsse und deinen Schwerpunkt – mehr in der Abstraktion, einer fernen Erinnerung des Realen oder in der Tradition des Hard Edge im Gegenstandslosen?

Volker Saul: Meine Arbeiten bewegen sich hin oder entfernen sich von Realitäten, manche sind auch im Mikro- und Makrokosmos anzusiedeln. Einflüsse gibt es von Comics oder Emblemen, Zeichen und Emotikons.

Lines Fiction: Neuerdings präsentierst du deine Zeichnungen zusammen mit Animationen, die als ein langes Band wandernder Bilder erscheinen. Wie siehst du deine Animationen im Verhältnis zu deinen Bildern? Erzählen sie eine Geschichte?

Volker Saul: Die Animationen werden aus großen Mengen meiner Zeichnungen zusammen gesetzt. Beim Film „abgefahren“ gibt es 5 Bewegungsebenen, die jeweils in verschiedenen Geschwindigkeiten übereinander gelegt sind. Es ergeben sich also bewegte Bilder deren Abläufe zufällig geschehen, das interessiert mich sehr. Aus diesen Animationen suche ich dann bestimmte Stills aus, von denen ich dann wieder Papierschnitte herstelle. In der Installation im Leopold Hoesch Museum Düren befindet sich der Screen in der Wandmalerei, die aus einem Filmstill entstanden ist. So ergibt sich eine Beziehungsschleife aus Zeichnungen, die zum Film wurden, aus dem heraus dann wieder Wandmalereien entstehen.

www.volkersaul.de

Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht

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< abgefahren >
Loop
mit Sound

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Volker Saul

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