Petra Lottje

Mit dem Zeichnen aus einer Linie heraus habe ich bereits während des Studiums begonnen, als ich mich mit dem Écriture automatique, dem automatischen Schreiben beschäftigt habe.

Seinerzeit sind ganze Serien mit Text, ganz ohne Satzzeichen und in Versalien, und zeitgleich Zeichnungen aus einem Strich entstanden.
Seitdem ist dies zu meiner liebsten Art des Zeichnens geworden, bei der ich mich auch überraschen lasse. Im Moment des Zeichnens denke ich nicht nach, habe gar keine Zeit um zu überlegen. So entstehen sehr viele Blätter, von denen wenige so gut sind, dass ich sie aus meinem Atelier lasse. Es ist also ein langer Prozess bis zur fertigen Arbeit – die dann unter Umständen in wenigen Sekunden entstanden ist.

Als mir klar wurde, dass ich die Geschichte von mir fehlt nichts erzählen werde, habe ich bald gemerkt, dass es in dem von mir gewünschten Umfang ohne Team nicht machbar ist. mir fehlt nichts ist das bislang längste und aufwändigste Animationsprojekt in meinem Werk. Ich hatte dabei Hilfe im Umgang mit den unterschiedlichen Programmen, die wir verwendet haben, der Arbeit mit dem Wacom, bei Musik und Soundgestaltung. Und dann kamen für die Realszenen noch Schauspieler, Kameramann, Beleuchter und Digitalisierungen des Wochenschaumaterials und einiges mehr dazu. Was ich unbedingt wollte: Jeden Strich selber zeichnen!

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