Sandra Boeschenstein

Sandra Boeschenstein: Ja, das Driften von Sinn und Bedeutung steht im Zentrum. Dafür eignet sich sich die Zeichnung in ihrer medialen Schlichtheit besonders gut. Linien sind Ballastlos und wandlungsfähig, bruchlose Systemwechsel sind ihre Stärke. Aus denselben Metern Strich kann ich Ferngläser und Blickverläufe, einen sprechenden Mund oder ein Wort formen. Zeichnen steht für mich auch für Verfügbarkeit ohne Arroganz und Größe ohne Monumentalität, da die jeweilige Ausdehnung, beispielsweise einer gezeichneten Erdkugel, erst im Betrachter Dimension bekommt und als Linie ein Angebot für die Vorstellung ist.

„no animals were harmed in the making of this movie“

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